Else-Lasker-Schüler Gesamtschule

Programmatische Ausrichtung/Schwerpunkte:

  1. Profilklasse Musik
  2. Profilklasse Naturwissenschaften
  3. Profilklasse Gesellschaftslehre

Profilklassen

An der Gesamtschule Else Lasker-Schüler werden drei verschiedene Profilklassen angeboten.

Musikklasse

Wissenschaftliche Studien haben in den letzten Jahren bewiesen:

  • aktives Musizieren verbessert die Lernleistungen
  • aktives Musizieren fördert das Sozialverhalten
  • aktives Musizieren unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung

Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse haben wir bereits im Schuljahr 2006/2007 eine Musikklasse eingerichtet, in der jedes Kind ein Instrument erlernt. Jeweils 2 Stunden pro Woche gibt es Anfangsunterricht auf dem Instrument nach einem Orchestermodell, außerdem hat die Musikklasse wöchentlich 2 Stunden Chorsingen und regulären Musikunterricht. Die Schülerinnen und Schüler legen sich nach einer Auswahlphase bis zu den Herbstferien auf ein Instrument fest, wobei die Beratung dahin geht, zwölf Streichinstrumente, zwölf Blasinstrumente und sechs weitere Instrumente zu besetzen. Das Spiel auf dem Instrument wird zusätzlich in Einzel- und Partnerunterricht erlernt.

Naturwissenschaftsklasse

Kinder, die Interesse an Naturwissenschaften haben, die gerne genauer wissen möchten, wie biologische, chemische oder physikalische Gesetzmäßigkeiten funktionieren und wie sie uns helfen die Welt besser zu verstehen, können einen Schwerpunkt in der Naturwissenschaftsklasse wählen. Zusätzlich zum NaWi-Unterricht wird die Leseförderung in dieser Klasse mit naturwissenschaftlichen Texten gestaltet, es gibt eine Arbeitsgemeinschaft, in der zusätzliches Experimentieren angeboten wird und ab dem 2. Halbjahr der 5. Klasse gibt es eine zusätzliche Unterrichtsstunde Naturwissenschaften.

Nachdem im Schuljahr 2006/2007 eine Pilotklasse mit diesem Profil sehr stark nachgefragt wurde, soll dieses Profil weiter fortgesetzt werden.

GL-Klasse

In dieser Klasse wird besonders darauf geachtet, dass ein nachhaltiges, demokratisches, solidarisches und tolerantes Handeln vermittelt wird, z. B. mit öffentlichen Projekten zum Thema Europa, Nationalsozialismus oder Eine Welt.

Hier wird insbesondere dem Sozialen Lernen Rechnung getragen und jahrgangsübergreifend (Patenschaften), fächerübergreifend (mit D, E, M, Nawi, AW, Mu) und an außerschulischen Lernorten (z. B. mit Betrieben) gearbeitet.

In dieser Klasse werden Methoden systematisch in den Lernprozess, z.B. kooperatives Lernen, erlebnisorientiertes Lernen u.a. in Praktika und aufeinander aufbauende Methoden.

Gründungsjahr: 1985

Schulanschrift:

Gesamtschule Else Lasker - Schüler
42107 Wuppertal
Else-Lasker-Schüler-Str. 30 und Platz der Republik 41
Tel.: 0202 / 563 - 5341
Tel./Fax: 0202 / 563 - 2199
Fax: 0202 / 563 - 8164
Email: ges.else-lasker-schueler@stadt.wuppertal.de
Internet: www.ges-else.de

Öffnungszeiten der Sekretariate:

Sekretariat Else (Hauptgebäude)
Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag
7.30 Uhr - 12.00 Uhr
12.30 Uhr - 15.30 Uhr
Dienstag 7.30 Uhr - 14.15 Uhr

Sekretariat Platz der Republik
Montag, Mittwoch - Freitag 8.00 Uhr - 13.30 Uhr
Dienstag 8.00 Uhr - 13.00 Uhr

Schulleitungsmitglieder:

Schulleiterin Frau Kleinherbers - Boden
Stellvertretende Schulleiterin Frau Keienburg
Didaktische Leiterin Frau Bösel
Abteilungsleiterin SI Frau Hönes
Abteilungsleiterin SI Frau Vierschilling
Abteilungsleiter SI Herr Bracht
Abteilungsleiter SII Herr Lukas

Alle Ansprechpartner von KURS 21 mit Fachbereich:

Mechthild Keienburg, Organisationsleiterin
Marina Palm, Studien- und Berufswahlkoordinatorin, Mitglied im Verein Kurs 21 e.V.

Zahl der Schülerinnen und Schüler: aktuell ca.1300
Zahl der Lehrerinnen und Lehrer: 115

Für Kinder der GL-Klasse (GL=Gesellschaftslehre) stehen die fachlichen Bezugspunkte: Erdkunde, Geschichte, Sozialwissenschaften und Wirtschaft im Vordergrund.

Kinder und Jugendliche sollen verstärkt auf die Zukunft vorbereitet werden. Um dies zu erreichen werden in der GL – Klasse Einblicke in ökologische, ökonomische und soziale Zusammenhänge in den Mittelpunkt gestellt.

Dabei werden zentrale Schlüsselqualifikationen, wie Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein vermittelt. Dies geschieht besonders praxisnah durch verschiedene Projekte und außerschulische Kooperationen.

Der Lernbereich Wirtschaftslehre nimmt eine zentrale Stellung im Unterricht der Sekundarstufe I ein. Er führt die Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise in die Probleme der heutigen Berufs- und Arbeitswelt ein und gibt ihnen Einblick in die Zusammenhänge zwischen Beruf, Familie, Freizeit und Öffentlichkeit.Betriebserkundungen vermitteln Einblicke in die Wirklichkeit der Arbeitswelt.

Derzeit läuft ein zweijähriger Modellversuch zur Berufswahlorientierung bereits in der Orientierungsstufe. Fächerübergreifende Projekte finden in jedem Schuljahr statt.

Die Schüler arbeiten in den Fächern Deutsch und Gesellschaftslehre selbständig in Teams und in Partnerarbeit und bereiten Unterrichtsinhalte für die Mitschüler vor. Darüberhinaus arbeitet jeder Schüler an bereitgestellten schriftlichen Arbeitsaufträgen in Wochenplanarbeit. Ziel der Wochenplanarbeit ist die Organisation des eigenen Lernprozesses durch die Schülerinnen und Schüler.


Schule ohne Rassismus / Gewaltfreie Schule

Die Gesamtschule Else Lasker-Schüler ist eine „Schule ohne Rassismus” und erfüllt damit einen Auftrag, den die aus Wuppertal stammende jüdische Dichterin Else Lasker-Schüler (1869 in Elberfeld - 1945 in Jerusalem) als Namenspatronin der Schule gegeben haben könnte. Im Schulprogramm der Schule ist eine seit 1995 existierende Schüler-Arbeitsgemeinschaft „Jüdischer Friedhof” verankert. Dieser Friedhof, auf dem sich die Gräber der Eltern und eines Bruders der Dichterin befinden, liegt in unmittelbarer Nähe der Schule und wird von derAG gepflegt, vor allem, um damit ein Zeichen der Solidarität mit der jüdischen Bevölkerung in Wuppertal und gegen Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus zu setzen.

 

Die „ AG Jüdischer Friedhof” hat im Rahmen ihre Arbeit einige besondere Unternehmungen durchgeführt, die entweder der Vertiefung inhaltlicher Aspekte oder das Ziel hatten, eine größere Öffentlichkeit herzustellen und Zeichen zu setzen:

Im Februar 2000 wurde anlässlich des Geburtstages Else Lasker-Schülers eine Dauerausstellung über die Dichterin in der Schule eröffnet, zu der auch eine Dokumentation der Arbeit auf dem Friedhof gehört. Außerdem hat die Gruppe im März 2001 eine Exkursion nach Köln gemacht, um die Dauerausstellung zur NS-Zeit im EL-DE-Haus und die Reste jüdischer Spuren in Köln zu besichtigen.


Konzert der Wuppertaler Schulen gegen Rassismus

Konzert für Frieden, Toleranz und Völkerverständigung und zu Elses Geburtstag am 4. Februar 2009

Sekundarstufe I an der Gesamtschule Else Lasker Schüler

Im 5. Jahrgang werden alle Schülerinnen und Schüler im Klassenverband unterrichtet. Eine Ausnahme bilden hier nur die Fächer Religionslehre/Ethik und Technik/Hauswirtschaft.

  • Gesellschaftslehre (Geschichte/Politik/Erdkunde) werden integriert unterrichtet
  • Naturwissenschaften (Biologie/Chemie/Physik) werden integriert unterrichtet.
  • Ganztag: - Alle Schülerinnen und Schüler besuchen eine Arbeitsgemeinschaft.
  • Für alle Schülerinnen und Schüler gibt es im 5. Jahrgang eine Leseförderung.
  • In Arbeitsstunden werden soziale Fähigkeiten, Konzentration, Arbeitstechniken, "Lernen lernen" gefördert.

 

Im 6. Jahrgang kommt ein neues Hauptfach hinzu, das die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern nach Beratung durch die Schule wählen.

Wir bieten folgende Wahlpflichtfächer an:

  • Französisch oder Türkisch als 2. Fremdsprache
  • Naturwissenschaften (integriert)
  • Darstellen und Gestalten
  • Arbeitslehre (Wirtschaft/Technik/Hauswirtschaft).
  • Ganztag: - Alle Schülerinnen und Schüler besuchen eine Arbeitsgemeinschaft.

Für alle Schülerinnen und Schüler gibt es im 6. Jahrgang eine Förderung, entweder in Kursen für leistungsstarke oder in Kursen für leistungsschwache Schüler.

In Arbeitsstunden werden soziale Fähigkeiten, Konzentration, Arbeitstechniken, "Lernen lernen" gefördert.

 

Im 7. Jahrgang kann eine äußere Differenzierung in den Fächern Englisch und Mathematik beginnen.

Zur Zeit verschieben wir in einzelnen Jahrgängen diese Differenzierung, um Kindern länger ein gemeinsames Lernen zu ermöglichen.

  • Ganztag: - freiwillige Arbeitsgemeinschaften
  • Fachförderung für Begabte und langsam Lernende
  • Individuelle Lernberatung

 

Im 8. Jahrgang werden Zertifikatskurse oder eine (weitere) Fremdsprache (Latein) gewählt. Die Zertifikatskurse können unter bestimmten Bedingungen je nach Neigung und Angebot für den Jahrgang gewählt werden. Einerseits sind Qualifizierungsmaßnahmen, die der Berufswahl dienen, möglich, andererseits werden auch Fördermaßnahmen (Grundlagenförderung) angeboten.

Zertifikatskurse sind u.a.:

  • Informatik, Kunst und Design
  • Sport, Musik, Sozialpädagogik
  • Praktisch sozial – soziale Arbeit /Ehrenamt
  • Berufswahlvorbereitung
  • Als Alternative zum Religionsunterricht wird das Fach Praktische Philosophie unterrichtet.

 

Im 9. Jahrgang spätestens wird in Englisch und Mathematik differenziert. Dazu kann die Differenzierung in Deutsch und Chemie kommen.

In einem 3-wöchigen Betriebspraktikum wird in die Arbeitswelt eingeführt und die Berufswahl vorbereitet.

 

Im 10. Jahrgang werden die Fächer Englisch, Mathematik, Deutsch und Chemie differenziert unterrichtet. Nach der Zugehörigkeit zu den jeweiligen Kursen und durch die Noten wird der Abschluss individuell berechnet.


Besondere Schwerpunkte in der Schule im Bereich Nachhaltigkeit (Projekte/AGs ... )

Arbeitsgemeinschaft Natur am Ostersbaum

Seit 10 Jahren ist die Arbeitsgemeinschaft Natur am Ostersbaum fester Bestandteil unseres AG-Angebotes. In dieser AG erkunden die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I die Tier- und Pflanzenwelt in der Umgebung der Schule. Die Kinder, die die AG wählen, schätzen dabei vor allem, viel draußen sein zu können. Die Schülerinnen und Schüler wählen die AG jeweils für ein halbes Jahr und wir entscheiden dann gemeinsam, womit wir uns in dieser Zeit beschäftigen wollen.

Auf den ersten Blick erscheint der Stadtteil Ostersbaum vor allem dicht bebaut – man muss schon genauer hinsehen, um Tiere und Pflanzen zu entdecken. Da gibt es aber eine ganze Menge, wie die - bald - folgenden Bilder zeigen werden:


Unser Sozialpädagogenteam bildet Schüler zur Streitschlichtung aus

Für die Jungen gibt es „BBC”

Am Samstag, den 4. Juni 2005, trafen in den Sporthallen der Else-Lasker-Gesamtschule – kurz: „Else“ – erstmalig mehr als vierzig 12-15jährige Jungen in sechs Teams aufeinander, um sich einem nicht ganz alltäglichen Wettkampf zu stellen: Beim BBC, dem Bergisch Buddy-Check 2005, handelte es sich um einen intensiv vorbereiteten Wettkampf, in dem soziale Kompetenzen wie Kooperation, Kommunikation, Fairness, Rücksichtnahme, Zusammenhalt auf dem Prüfstand standen.

Initiator und Ausrichter des BBC war der Wuppertaler Arbeitskreis Jungenarbeit, dem die Mitarbeiter der teilnehmenden Einrichtungen angeschlossen sind. Bis auf wenige Ausnahmen (Gesamtschule und Pro Familia) entstammen alle AK´ler der Offenen Jugendarbeit.

Unter anderem aus der bekannten Idee „Spiel ohne Grenzen“ entstand der Anstoß zum BBC.

Die Sporthallen der „Else“ verwandelten sich dazu im Finale in einen Parcours aus sechs Stationen mit Aufgaben, wie z.B. der Konstruktion eines möglichst hohen Papierturms oder der Durchquerung eines "Laserlabyrinths" als Seilschaft. Um derartige Aufgaben zu bestehen, mussten sich die Teams darüber austauschen, wie die beste Lösung umzusetzen ist.

Bei diesen und anderen Aufgaben wurde mittels einer Checkliste der Umgang der einzelnen Teammitglieder untereinander in diesen besonderen Situationen bewertet. Wie schnell oder stark einzelne in der Gruppe waren hatte nachrangige Bedeutung. Um eine gute Gruppenarbeit zu lernen, wurde die nachwachsende Generation Wuppertaler Männer in einer zweimonatigen Trainingsphase in den beteiligten Einrichtungen auf diesen Härtetest vorbereitet. Im Training wie im Wettkampf kam es darauf an, in der Gruppe gut zu kooperieren, an einem Strang zu ziehen, sich zu zuhören, Ideen einzubringen und sich selbst Mut zu machen.

Viele Teams wuchsen durch diesen Tag stärker zusammen und lernten sich auch untereinander besser kennen. So ließen die beiden Siegerteams zwei weitere Mannschaften an ihrer Siegprämie teilhaben: Sie werden sie mitnehmen zu einer Super-Carrerabahn und zu einer Indoor-Fussballhalle.

Zum Dank für ihren Einsatz, zur weiteren Motivation und damit niemand leer ausgeht, waren alle Teams zu einem Snack in den beteiligten Einrichtungen eingeladen.

Für uns Männer des Arbeitskreises stand nach der Reflexion fest, dass das Unternehmen "BBC" ein Erfolg war und wir den genanten Untertitel auch ein wenig auf uns beziehen.

Olaf Knop

Schulsozialpädagoge Gesamtschule Else Lasker-Schüler in Wuppertal

beschäftigt sich dort neben Beratung und Gruppenarbeit mit Jungenarbeit in Projekt und AG- Form.

Kontakt (auch Infos Aktion und AK Jungenarbeit): fon 0202. 3172816, olafknop@web.de


Seit 2004 steht bei uns auf dem Dach eine Photovoltaikanlage, die bisher schon mehr als 8000 kWh geliefert hat

Solaranlage und Anzeigetafel

Am 7. Dezember 2004 wurde die Solaranlage einschließlich der aktuell fertiggestellten Anzeigetafel der Öffentlichkeit übergeben. Sie ist jetzt zu besichtigen in der Else-Lasker-Schüler-Gesamtschule, Else-Lasker-Schülerstaße 30, Wuppertal-Elberfeld.

Was lange währt, wird endlich gut ! Geschafft, wir haben unsere neue Solaranlage, eine Fotovoltaikanlage. Mit ihr wird die eingestrahlte Sonnenenergie in elektrische Energie umgewandelt. Sie ist ein Gemeinschaftswerk der Städtischen Gesamtschule Else Lasker-Schüler und des Wuppertaler Klimaschutzvereins regen e. V., der die Anlage finanziert hat und sie auch betreiben wird. Dank der Wuppertaler Stadtwerke können nun auch die aktuellen Daten der Solaranlage im Foyer der Schule angezeigt werden. Eine im Foyer der Schule installierte Anzeigetafel wird täglich von 1200 Schülern, Lehrern und Besuchern passiert. Die aktuellen elektrischen Leistungswerte (Watt) und das Anwachsen der ins Netz eingespeisten Energie (Kilowattstunden) kann jeden Tag beobachtet werden.

Auf dem Dach unserer Schule mussten unter fachkundiger Anleitung von Solar-Ingenieur Wolfram Jörges von der Wuppertaler Solarwerkstatt die Alu-Profile zu großen Gestellen zusammengebaut werden, was einiges an Bohren, Sägen und Schrauben notwendig machte. Hierbei zeigten die Mädchen, dass sie auch bei diesen Arbeiten gut mit den Jungs mithalten können. Leider spielte das Wetter nicht immer so ganz mit, so dass von den Akteuren auch eine gewisse „Regen- und Windfestigkeit„ gefordert wurde. Außerdem scheuten sich die Schüler auch nicht, auf dem Boden knieend und liegend zu arbeiten, was sie ja (im Physik-Unterricht) normalerweise nicht tun.

Einige Daten der Fotovoltaikanlage:

Leistung: max. 3 kW

Module: 18 Stück polykristalline Solarmodule a 170 Watt (Modul alfasolar 170 P)

Fläche: ca. 40 m²

Erwartete Energie: ca. 2250 kWh pro Jahr

Kosten: ca. 21.500 Euro

Zuschüsse: 1.500 Euro von der Wuppertaler Stadtwerke AG, vom Land NRW 3.600 Euro aus dem REN-Programm

Finanzierung: 20% durch Zuschüsse, 80% über Kredite aus dem 100.000-Dächer-Programm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Heribert Haman, Städtische Gesamtschule Else Lasker-Schüler Wuppertal-Elberfeld

Kristian Bisek, Klimaschutzverein regen e.V.

Wolfram Jörges, Solarwerkstatt Wuppertal


Einige aktuelle Informationen aus der "ELSE"

Seit zwei Jahren: ELSE VERTIKAL

Vertikalisierung an der "Else" - was soll denn das sein? Das Wort „Vertikalisierung“ werden Sie zur Zeit beim Googlen nicht in Zusammenhang mit Schule finden, und wenn, dann wird es die Gesamtschule Else Lasker - Schüler sein, die einen Text dazu ins Internet stellen wird.

Else mit geradem Rücken!

Was Sie finden könnten, sind Artikel aus dem medizinischen Bereicht, aus denen hervorgeht, dass Vertikalisierung die Aufrichtung der Wirbelsäule bedeutet – sehr wichtig, damit man keine Rückenschmerzen von einem verbogenen, krummen Rücken bekommt!

Erst horizontal ...

An unserer Schule gebrauchen wir „Vertikalisierung“ für die Veränderung unserer Organisation und unserer pädagogischen Arbeit. Gesamtschulen sind oft sehr groß, weil sie von vielen Eltern gewünscht werden. Daher ist es notwendig, die Jahrgänge 5 – 10 in kleinere Abteilungen zu unterteilen. Es ist bisher üblich, die Abteilungen in Jahrgängen zusammenzufassen, z.B. die Abteilung 5/6, die Abteilung 7/8 und die Abteilung 9/10 – das heißt: horizontal.

... jetzt vertikal!?

Vor einem Jahr haben wir die Abteilungen neu zusammengestellt: Es gibt nun drei Abteilungen mit jeweils zwei Parallelklassen von 5-10.

Blaue Abteilung Rote Abteilung Grüne Abteilung

10A+10B 10C+10D 10E+10F

9A+9B 9C+9D 9E+9F

8A+8B 8C+8D 8E+8F

7A+7B 7C+7D 7E+7F

6A+6B 6C+6D 6E+6F

5A +5B 5C+5D 5E+5F

Und über allem liegt die Oberstufe, die zum Abitur führt, mit der gelben Abteilung.

Und was soll das bringen?

In diesen vertikalen Abteilungen sind Klassenlehrer und -lehrerinnen, Fachlehrer und Fachlehrerinnen, Abteilungsleiter und Abteilungsleiterinnen, Beratungslehrer und Beratungslehrerinnen, Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen – alle, die mit den Schülern und Schülerinnen gemeinsam lernen und sie in ihrer Schulzeit begleiten und unterstützen- über 6 Jahre hinweg nahe bei den SchülerInnen, lernen sie kennen, steigen mit ihnen von der 5. Klasse auf bis zur 10. Fast könnte man von drei kleinen Schulen unter einem Dach sprechen, aber es gibt gemeinsame pädagogische Ziele und ein einziges Kollegium, das diese Ziele verfolgt.

Es geht uns an der Else darum,das Schulleben in einem kleineren System überschaubarer zu gestalten,Schüler und Schülerinnen individuell zu fördern und dafür passende Unterrichtsformen zunutzen und zu entwickeln, Schülerinnen und Schüler zu eigenverantwortlichen, selbständigen und couragiertenMenschen zu erziehen, als Unterrichtende zusammen zu arbeiten


Wie macht die Gesamtschule so verschiedene Abschlüsse möglich?

Durch Differenzierung kann für jedes Kind entsprechend seiner Neigung und Begabung eine individuelle Schullaufbahn entstehen, an deren Ende unterschiedliche Abschlüsse vergeben werden.

Im 5./6. Jahrgang werden alle Schülerinnen und Schüler im Klassenverband unterrichtet. Eine Ausnahme bilden hier nur die Fächer Religionslehre/Praktische Philosophie und Technik/Hauswirtschaft.

Besonderheit: - Gesellschaftslehre (Geschichte/Politik/Erdkunde)

- Naturwissenschaften (Biologie/Chemie/Physik) werden integriert unterrichtet.

Ganztag: - Alle Schülerinnen und Schüler besuchen eine Arbeitsgemeinschaft.

Um das Abitur machen zu können, muss neben der Fremdsprache Englisch eine weitere Fremdsprache gelernt werden. Dies kann entweder Französisch oder Türkisch sein (vom 6. bis mindestens 10. Jahrgang), dies kann Latein sein (vom 8. bis mindestens 11. Jahrgang) dies kann aber auch Spanisch sein (vom 11. bis 13. Jahrgang). Die Fremdsprachen können auch kombiniert werden, so dass man bis zum Abitur vier Fremdsprachen (Englisch, Französisch oder Türkisch, Latein, Spanisch) lernen kann.


Zertifikatskurse an der Else

Ab Klasse 8:

Unsere Schüler erhalten Zertifikate für die Teilnahme an den Z(ertifikats)-Kursen

In Wuppertal gibt es eine Kinder-Uni, an der „Else“ gibt es Z(ertifikats)-Kurse, in denen die Schülerinnen und Schüler ihren Interessen nachgehen können, indem sie aus einem größeren Angebot von 2-stündigen Kursen im Laufe eines Schuljahres drei belegen, die sie interessieren und mit denen sie Grundfertigkeiten in den Bereichen Deutsch, Englisch und Mathematik trainieren können.

Wie läuft es ab?

Am Ende jedes Halbjahres erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Zertifikat, in dem festgehalten wird, welche Fähigkeiten und Kenntnisse sie erworben haben.

In unserem Angebot der Z-Kurse z.B.:

  • AG-Leiterausbildung
  • Digitale Bildbearbeitung
  • Einen Krimi schreiben
  • Geometrie und Kunst
  • Englische Konversation
  • Sozialpraktikum

Wer bietet Kurse an?

Die Kurse werden von Lehrerinnen und Lehrern aus allen schulischen Fachbereichen angeboten. Aber nicht nur die fachlichen Kenntnisse der Lehrer und Lehrerinnen sind hier von Bedeutung, auch persönliche Interessen und Fähigkeiten fließen in die Kurs-Angebote ein, sodass sowohl auf der Seite der Schüler als auch der Lehrer mit Spaß und Interesse zusammen gelernt und geforscht, experimentiert und überarbeitet wird.

Gibt es Noten?

Die Stunden für diese Z-Kurse kommen aus dem Bereich der Ergänzungsstunden, die es mit dem neuen Schulgesetz gibt. Sie ersetzen den früheren "Wahlpflicht-Bereich 2". Eine Benotung mit den herkömmlichen Schulnoten gibt es für die Z-Kurse nicht.

Was ist mit Latein?

Nur das Fach Latein, das ab Klasse 8 dreistündig belegt wird, wird benotet. Mit Latein kann dann die Pflichtbedingung für das Abitur – das Erlernen einer 2. Fremdsprache in der Schule – erfüllt werden.

Wozu Zertifikate?

Die Schülerinnen und Schüler können die Zertifikate, die sie in den drei Jahren vom 8. –10. Schuljahr erwerben können ( es sind maximal 9 Zertifikate) in einer Portfoliomappe sammeln und bei Bewerbungen für das Schulpraktikum oder für einen Ausbildungsplatz vorlegen.

Denn aus diesen Zertifikaten lassen sich insbesondere die individuellen Fähigkeiten und Interessen sowie persönliches Engagement in speziellen Bereichen erkennen.

 
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