Jugend packt Energiewende an

 

25 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 11 machten tatkräftig mit beim ersten Bergischen Energiewende Camp. Vom 25. bis 28. Januar besuchten sie verschiedene regionale Stationen der Energiewende, um Technologien kennenzulernen, mit Experten zu diskutieren und sich abschließend über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten zu informieren.

Eine spielerische Einführung in das Thema „Energiewende in Deutschland und in der Region“ gab Organisator Thomas Lemken, Geschäftsführer des Bildungsdienstleisters KURS21, im passenden Umfeld des Energie-Netzwerkes VillaMedia. In der Bergischen Universität Wuppertal demonstrierte im Anschluss Benjamin Krüger von der Fakultät für Elektrotechnik, Informationstechnik und Medientechnik, wie man Sonnenenergie zur Stromproduktion nutzt. Besonders beindruckt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler von der großen Photovoltaikanlage auf der Campusanlage. Am Ende des ersten Tages erfuhren die energiebegeisterten Jugendlichen bei der Bergischen Bürgerenergiegenossenschaft durch Aufsichtsrätin Beate Petersen, wie solche Kooperationen funktionieren.

Tag 2 fand in und um die VillaMedia statt. Geschäftsführer Jörg Heynkes präsentierte zu Beginn die Möglichkeiten heutiger Elektroautos. Die hauseigenen Gefährte zeigte er den Schülerinnen und Schülern bei einem Rundgang – ebenso wie das Blockheizkraftwerk und unterschiedliche Typen von Photovoltaikanlagen. Nach einem Abstecher in das Klimaquartier Arrenberg entwickelten die Energiewender von morgen dann ihre eigenen Visionen davon, wie ein Klimaquartier nach ihrem Geschmack aussehen könnte.

Am dritten Tag erlebte die Schülergruppe zunächst wieder akademische Atmosphäre: Auf dem Campus der Hochschule Düsseldorf besuchte sie eine Vorlesung zum Thema CO2-Fußabdruck und hielt mit Sebastian Schramm und Mitarbeitern des Zentrums für Innovative Energiesysteme eine „Umweltkonferenz“ ab. Zurück in der Wuppertaler VillaMedia, diskutierte Dr. Jochen Motte, Vorstandsmitglied der Vereinten Evangelischen Mission, mit den Jugendlichen darüber, wie Energiewende und soziale Nachhaltigkeit zusammengehen – und leitete einen intensiven Dialog ein.

Mit dem neuen Wissen und den vielen Eindrücken im Gepäck richteten die Schülerinnen und Schüler am letzten Camp-Tag den Blick in die Zukunft: In der Ökostation Bauen und Technik entwickelten sie in einer Ideenwerkstatt konkrete Projektvorschläge. In welchen Berufen und Studienfeldern sie ihre persönliche Energiewende am besten umsetzen können, das erfuhren sie dann in intensiven Gesprächen mit Vertretern der Agentur für Arbeit, Kreishandwerkerschaft und der Hochschule Düsseldorf auf einem „Markt der Möglichkeiten“.

Allgemeine Infos zum Bergischen Energiewende Camp finden Sie hier