Das Leitbild „nachhaltige” oder auch „zukunftsfähige Entwicklung” (engl. sustainable development) prägt seit Beginn der 90er Jahre die internationale und nationale Umwelt- und Wirtschaftspolitik. Der Begriff geht zurück auf den Bericht der von Gro Harlem Brundtland geleiteten Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (1987).

Das Konzept einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Entwicklung verbindet drei Komponenten: eine ökonomische, eine ökologische und eine soziale. Primärziele sind der Schutz der Ökosphäre, eine stabile wirtschaftliche Entwicklung und gerechtere Verteilung des Wohlstands. Die Umsetzung und Ermöglichung einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Entwicklung umfasst praktisch alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens und erfordert daher einen intensiven Dialog und Aushandlungsprozess zwischen den gesellschaftlichen Akteuren - gerade auch unter Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen.

Sie benötigen Schlüsselkompetenzen um ihre Zukunft nachhaltiger Gestalten zu können. Der Dialog zwischen Jugendlichen, Lehrkräften und Unternehmensvertreterinnen und Unternehmensvertretern wird im Projekt KURS 21 über das Angebot von insgesamt vier offen gestalteten Lernmodule inhaltlich fundiert. Auf diese Weise werden den Schülerinnen und Schülern praxisorientierte Wirtschaftsinhalte sowie ein Überblick über das Grundlagenwissen im Nachhaltigkeitsbereich vermittelt.

Bei einer nachhaltigen Erziehungs- und Bildungsarbeit geht es weniger um eine bestimmte Modifikation des Verhaltens der Schülerinnen und Schüler als um eine Aneignung von Gestaltungskompetenz im Sinne des Vermögens, zukünftige Entwicklungen der eigenen Sozietät möglichst aktiv mitgestalten, modifizieren und modellieren zu wollen und letztlich auch zu können (zu Gestaltungskompetenz s. de Haan/Harrenberg 1999, S. 60; BMBF 2002, S. 14).

Vor diesem Hintergrund muss der Erwerb von Gestaltungskompetenz bei den Schülerinnen und Schülern wenigstens auf folgende Teilkompetenzen ausgerichtet sein:

  1. auf die Vermittlung von Fach- und Sachverständnis, vorausschauend zu denken
  2. auf die Entwicklung der Fähigkeit interdisziplinär denken und argumentieren zu können
  3. auf die Vermittlung von Partizipationsfähigkeit, die sich auf die Teilhabe an Entscheidungs- und Entwicklungsprozessen in den unterschiedlichen Handlungsfeldern des schulischen und außerschulischen Lebens beziehen muss, und
  4. müssen die Schülerinnen und Schüler bei den vorbereitenden Erkundungsplanungen und bei der Durchführung der Erkundungen, bei denen das Projektieren und Handeln der Akteure zentral ist, Planungs- und Umsetzungskompetenz erwerben.

 

 

 

Ziele

Um Unternehmen und Schulen gemeinsam auf KURS in die Zukunft zu bringen, benötigt man das richtige Werkzeug. Mit seinen Dienstleistungen verfolgt KURS21 folgende grundlegenden Ziele:

  • Lernprozesse zwischen Schule und Wirtschaft steuern und Blockaden abbauen
  • Ausbildungsplätze und Praktika (schaffen und) vermitteln
  • ein praxisorientiertes Netzwerk schaffen und ausbauen
  • kontinuierlich neue Themenfelder und Formate entwickeln
  • Fachwissen und Schlüsselkompetenzen vermitteln durch Fort- und Weiterbildungen